Chemisches Polieren und Lackieren
Neue Oberflächenbehandlungsoptionen für 3D-gedruckte Teile
Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über unsere Lösungen für Färbung und Oberflächenbehandlung.
Wir führen die chemische Politur von 3D-gedruckten Modellen in unserem Haus durch, egal ob diese aus Polyamid, ABS oder auch ULTEM™ 9085- oder ULTEM™ 1010-Harz bestehen.
Nutzen Sie unsere Oberflächenbehandlungsoptionen zusätzlich zu unseren 3D-Druckdienstleistungen, für die wir die Teile nicht selbst herstellen müssen. Wir bieten auch Lösungen für Modelle von Drittanbietern an.
Alternativ oder zusätzlich zur chemischen Politur bieten wir auch eine Nachfärbung mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 3 Werktagen an. Fordern Sie jetzt ein Angebot an!
Chemisches Polieren
In unserem Land investieren immer mehr Unternehmen in industrielle Anlagen zur additiven Fertigung, in der Hoffnung auf eine schnelle Amortisation und präzise Ergebnisse. Diese Maschinen unterscheiden sich hinsichtlich Produktionsgröße, Materialauswahl und Auflösung, doch alle 3D-Drucker, die thermoplastische Polymere verwenden – ob FDM, SLS, FFF oder auch MJF – haben eines gemeinsam: die Sichtbarkeit der gedruckten Schichten.
3D-gedruckte Teile aus ASA: Links chemisch poliert, rechts unbehandelt.
In manchen Fällen, beispielsweise bei einer Konstruktion senkrecht zur XY-Ebene, ist das Phänomen nicht sichtbar. Beim 3D-Druck einer geneigten oder gekrümmten Oberfläche wird die sichtbare Schichtfolge jedoch sofort deutlich.
Darüber hinaus weisen Geräte, die mit Pulvermaterialien arbeiten, noch eine weitere Eigenschaft auf: die fühlbare Oberflächenrauheit.
Die beiden oben beschriebenen Phänomene, nämlich die sichtbare Schichtung und die starke Oberflächenrauigkeit aufgrund von Porosität, stellen einerseits ein ästhetisches Problem dar, andererseits können sie, beispielsweise bei der Herstellung von Teilen, die sterilisiert oder gereinigt werden müssen, sogar ein kritischer Faktor in Bezug auf die Verwendbarkeit sein.
Nachsorge mit traditionellen Methoden
Es gibt verschiedene Methoden, um diese Unebenheiten zu beseitigen. Am häufigsten wird das Bauteil geschliffen, wodurch Material abgetragen wird. Eine andere Lösung besteht darin, vor dem Schleifen eine Ausgleichsschicht mit Sprühspachtel aufzutragen, die die Unebenheiten kaschiert. Diese Methoden funktionieren, solange die Maßgenauigkeit nicht beeinträchtigt wird. Ein erfahrener Spezialist kann Oberflächenunebenheiten mit einer Genauigkeit von wenigen hundert Mikrometern bearbeiten, was jedoch einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand bedeutet. Zudem lässt sich die Wiederholgenauigkeit bei Serien von mehreren hundert Teilen nicht gewährleisten. In vielen Fällen sind Zeit und Kosten entscheidend, da das Konzept möglicherweise schon am nächsten Tag Entscheidungsträgern oder Investoren präsentiert werden muss. Hinzu kommt, dass die Fertigung eines Teils einer Produktionslinie nicht durch Lackierarbeiten verzögert werden darf.
Heute ist es eine Grundvoraussetzung, dass ein mit industriellen additiven Fertigungsanlagen hergestelltes Bauteil die gleiche mechanische Qualität aufweist wie ein im Spritzgussverfahren hergestelltes Bauteil. Die in der Serienproduktion geforderte Wiederholgenauigkeit kann mit den von uns vertriebenen industriellen 3D-Druckanlagen sichergestellt werden.
Der Verbrauchermarkt hat in jüngster Zeit ein Niveau erreicht, auf dem die Qualitätsansprüche an die Oberflächenbehandlung nicht weniger hoch sind, da ein dynamisch wachsendes Unternehmen keine langsame, halbfertige oder gar teure Lösung anbieten kann.
Chemisches Polieren mit BLAST: mit PostPro3D
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, entwickelte Additive Manufacturing Technologies das in den PostPro3D-Anlagen eingesetzte chemische Polierverfahren BLAST™ (Boundary Layer Automated Smoothing Technology), das wir intern als „Seidenglanz“ bezeichnen. Dieser Begriff beschreibt die Möglichkeiten der Technologie treffend, denn nach der Bearbeitung ist die Oberfläche des Werkstücks tatsächlich glänzender und gleichmäßiger.
PostPro3D führt dabei ein vordefiniertes, materialgerechtes Programm aus, egal ob es sich um ein thermoplastisches Polymer handelt. Dazu gehören PLA, ABS, ASA, ESD-ABS, ULTEM™ 9085 oder ULTEM™ 1010, Polyamid (PA6, PA11, PA12), Polyamid mit Flammschutzmitteln (FRPA), mit Kohlenstoff- oder Glasfasern verstärktes Polyamid (PACF, PAGF), TPU, TPE oder auch PP. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, da das Gerät über unzählige Einstellmöglichkeiten verfügt, mit denen Sie den Prozess an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.
Oberflächenqualität vergleichbar mit Spritzguss
Bei gleicher Vergrößerung zeigt die linke Seite der Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen eines aus SLS/PA gefertigten Modells den unbehandelten Zustand, die rechte Seite den behandelten Zustand.
Das Verfahren ist mit allen Thermoplasten anwendbar; für optimale Ergebnisse müssen lediglich die richtigen Einstellungen verwendet werden.
Chemisch polierte ULTEM™ 9085 und ULTEM™ 1010 Harzteile
Bei VARINEX Zrt. haben wir bereits viel eigene Erfahrung gesammelt, sodass wir ABS-, ULTEM™ 9085-, ULTEM™ 1010 Harz- und PA-Teile sicher nachbehandeln können.
Das Verfahren ist völlig herstellerunabhängig und funktioniert daher mit Stratasys FDM-Materialien, EOS SLS-Pulvern, den meisten FFF-Filamenten und sogar HP MJF-Pulvern.
Oberflächenqualität vergleichbar mit Spritzguss
PostPro3D eignet sich besonders für drei Hauptbereiche. Zum einen für Anwendungen mit hohen ästhetischen Ansprüchen oder wenn eine Qualität nahe am Spritzgussniveau gefordert ist. Zum anderen für Bereiche, in denen Sterilisierbarkeit und Reinigung entscheidend sind, da die Teile von Anfang an steril sind. Dies bietet einen erheblichen Produktvorteil bei der Herstellung von Medizinprodukten. Die PostPro3D PRO-Anlage von AMT ist die einzige Nachbehandlungsanlage für 3D-gedruckte Teile mit einem Gesundheitszertifikat. Der dritte Bereich ist die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften. Durch das BLAST™-Verfahren werden die äußersten Grenzschichten der Teile mit im Gerät zirkulierenden chemischen Dämpfen behandelt. Dies verbessert die Haftung zwischen den Schichten erheblich und führt zu einer nahezu vollständigen Verbindung. Dadurch erhöht sich die mechanische Belastbarkeit des nachbehandelten Teils deutlich. Da die drei genannten Anforderungen auch gleichzeitig auftreten können, ist die PostPro3D-Anlage in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Sie lässt sich problemlos in Fertigungsprozesse integrieren und reduziert so Lieferzeiten und Projektkosten.
Lassen Sie Ihre 3D-gedruckten Teile bei VARINEX oberflächenbehandeln
Das BLAST™-Verfahren steht bei VARINEX Zrt. als Dienstleistung für alle Kunden zur Verfügung. Mit fast 30 Jahren Erfahrung ist VARINEX stets bestrebt, seinen Kunden die neuesten Lösungen anzubieten. Obwohl wir hauptsächlich auf EOS- und Stratasys-Anlagen fertigen, verarbeiten wir auch Bauteile von Drittanbietern zur Oberflächenbehandlung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Seidenglanz-Beschichtung von HP Multi Jet Fusion-Bauteilen die Oberflächendichte deutlich erhöht und dadurch sowohl die mechanischen Eigenschaften als auch die Ästhetik verbessert.
Wenn Sie weitere Informationen zu den Geräten wünschen, kontaktieren Sie uns bitte!

